Im Laufe unseres Lebens statten wir unseren Wohnraum mit den verschiedensten Objekten und  Gebrauchsgegenständen aus. Ob uns deren Farbe und Form gefällt, sie praktische Eigenschaften  besitzen oder Erinnerung und Emotion bei uns auslösen – immer haben wir eine persönliche Verbindung zu den Dingen.

Wir platzieren die Objekte gemäß unserem individuellen Ordnungssinn und so entstehen die unterschiedlichsten Arrangements. Selbst die Möbel in einen Raum sind meistens individuell ausgesucht und angeordnet. Wie intensiv unsere unsichtbaren Verbindungen zu den Dingen in unserem Wohnraum sind, zeigt sich darin, dass diese in der Lage sind, ein Gefühl des Zuhause-Seins bei uns auszulösen.

Sie sind Zeichen unseres menschlichen Daseins und sie erzählen Geschichten aus unserem Leben.

Mit unserem Tod erlöschen die für Fremde geheimnisvollen Verbindungen zu den Objekten.

Wird dann der Wohnraum leergeräumt, entstehen ständig wechselnde Arrangements.

Unsere Spuren verschwimmen Stück für Stück.

Die Zeichen, welche die Existenz unserer Person bezeugten, werden mit jeder Handlung weniger.

Sie lösen sich auf.

 

(Langzeitprojekt, Start 2013)